individuell / unaufgeregt / unkompliziert
ein beruhigender Wegweiser durch unruhige Zeiten

Vorbereitung und Umsetzung 

Vorbereitung und Umsetzung

Licht

Problem:

Krisen geschehen oft Nachts, wenn wir hilflos sind, da wir kaum oder nichts sehen ohne Lichtquelle.
Daher benötigen wir um alles weitere zu veranlassen, in der Regel als erstes Licht.

Viele denken als erstes an Kerzen bei Krisen, ich persönlich rate von Kerzen ab, sie verbrauchen Sauerstoff, es muss nach wenigen Stunden gelüftet werden und in der Regel sind diese nach 4-8 Stunden abgebrannt, zusätzlich besteht eine deutlich erhöhte Brandgefahr.  Ein paar Kerzen zu besitzen, die lange brennen, ist definitiv richtig, diese sollten aber nicht die primäre Lichtquelle sein.

Lösung:
  • 1 Kopflampe  mit USB Ladefunktion
  • 1 Taschenlampe mit USB Ladefunktion
  • 1 große Powerbank zum Laden der Kopflampe Taschenlampe

Zusatz Tipp: Wählt man hierbei noch eine Powerbank aus, welche selbst ein oder mehrere Lichter besitzt, ist man smart vorbereitet und hat zu den beiden mobilen Lichtquellen, sogar noch eine stationäre für den Raum in dem sich aufgehalten wird. 

Wärme

Problem:

Im Winter ein essentielles Thema, wie in der 3er Regel wieder zu finden!
Wenn durch einen Krisenfall die Heizung nicht mehr funktioniert,
wie kann ich mich, in meinem Haus, Wohnung, Zimmer, warmhalten ?

Lösung:
  • Türen und Fenster geschlossen halten, kurzes Stoßlüften 2x am Tag
  • Warme Kleidung welche Schichtweise angezogen werden kann muss bereit liegen. 
  • Decken welche vor Türen und Fenster gehängt werden können, um wärme im Raum zu halten. 
  • Handwärmer - elektrisch oder chemisch

Wasserspeicherung / Aufbereitung

Problem:

Wasser ist der wichtigste Faktor in der gesamten Kette, wir Menschen benötigen permanent  Wasser, in der oben genannten Regel, steht 3 Tage ohne Wasser. Dies ist allerdings die Zeit, bis der Zustand lebensbedrohlich wird. Lange vorher schon werden wir handlungsunfähiger. Frisches sauberes Wasser benötigen wir schon nach wenigen Stunden dringend!  Daher ist die Versorgung und Sicherung der Wasservorräte, nach evtl. Wundversorgung und einem sicheren Rückzugsort, unsere höchste Priorität. 

Lösungen: 
  • mobiler Camping Wasserfilter - hierzu eigenen sich besonders Pumpwasserfilter, welche gleich eine Flasche mit beinhalten.
  • Wasserkanister faltbar - um sich einen Vorrat an gefiltertem sauberen Wasser anzulegen
  • Wasser Aufbereitungs,-/ Reinigungstabletten. 

Nahrung

Problem:

Nahrung ist in erster Linie und in den ersten Tagen nicht Überlebens wichtig, trotzdem essenziell wichtig, in zweiter Betrachtung. In einem Krisenfall muss man ruhig handeln und einen klaren Kopf behalten oder bekommen, mit einem stechenden Hunger im Magen, welchen  wir nicht gewöhnt sind, lassen sich keine Guten und smarten Entscheidungen treffen.

Lösung: 
  • First in , First out Prinzip Lagern, in seinem Abstellraum für Lebensmittel oder dem Schrank. Es wird nicht eine Packung z.B. Nudeln gekauft sondern mehrere. Die neuste Packung wird immer ganz hinten in eine Reihe gestellt. So erhöhen sich die Lebensmittelreserven ohne großen Aufwand massiv und es wird trotzdem nichts schlecht. Hierfür eigenen sich besonders gut lang haltende Produkte, welche auch regelmäßig gerne gegessen werden. 
  • Ein kleiner Vorrat an Komprimatverpflegung oder Notfallnahrunng macht immer Sinn, hier gibt es verschiedene Marken, mit verschiedenen Eigenschaften.  Diese Nahrung eignet sich besonders für den Notfallrucksack, das Auto oder für Personen mit extrem wenig Platz oder speziellen Allergien. 

1. Hilfe / 2.Hilfe /  Medikamente / Hygiene 

Problem: 

Wenn es keine ausreichende med. Versorgung mehr gibt, sind die Kliniken und Ambulanzen, die ersten Institution die überlastet sind. Rettungsdienst und Feuerwehr, werden wahrscheinlich ebenfalls an ihre Belastungsgrenze kommen, wenn diese überhaupt noch zu kontaktieren sind, z.B. bei Stromausfall oder Blackout.

Ebenfalls ein großes Problem stellt die Hygiene im Bezug auf das WC da.  Bei z.B. einem Stromausfall, wird das WC auch nicht mehr mit Wasser versorgt. Nach einem Toilettengang, ist der Spülkasten leer und die Toilette unbenutzbar. Ebenfalls stellt das waschen der Hände/Körper  etc. eine Herausforderung da. 

Lösung:
  • Ein solides Wissen an erster Hilfe, auch in praktischer Anwendung durch Kurse ist essenziell
  • Eine gut sortierte Hausapotheke
  • Eigene Bedarfsmedikation mit einem sicheren Vorrat für mind. 14 Tage 
  • Mülltüten als Trockeneinsatz für die Toilette, - keine Wasserspülung mehr verwenden
  • Für die Körperhygiene oder Toilettenpapier ist ein idealer Ersatz bei fehlendem Wasser : Feuchttücher

Kommunikation

Problem:

Kommunikation wird es bei einem Stromausfall oder z.B. Schneekatastrophen, sehr wahrscheinlich nicht mehr geben. 

Lösung:

Ein Mindestmaß an Absprache, wie oben im Abschnitt "Wissen" ist unerlässlich.
Jedes Familienmitglied oder enge Freunde, sollten einen NAP (siehe oben) haben, welcher mit anderen abgestimmt ist, damit keine Kommunikation im Kriseneintritt nötig ist. 

Ein Radio mit Batterie/Kurbelbetrieb ist zudem sehr hilfreich, Informationen von den Behörden zu bekommen. Hier gibt es eine vielzahl an Geräten in verschiedensten Größen und Ausprägungen. 

Notfallrucksack

Der Notfallrucksack oder auch als Fluchtrucksack bekannt, ist eine der Schlüsselkomponenten  bei der Krisenvorsorge, da dieser extrem universell einsetzbar ist. 

Er ist im stationären, wie mobilen Fall, die Grundlage und Rückgrat der smarten Krisenvorsorge. 

Der mit Abstand wahrscheinlichste Fall für die Verwendung, ist der Brand  oder im urbanen Bereich ein akuter Bombenfund, welches das sofortige Verlassen des Wohnraumes nach sich zieht.

In dieser Situation bleibt in der Regel nur wenige Sekunden/Minuten Zeit dass Gebäude zu verlassen, ein zusammensuchen von Kleidung, Dokumenten, Geld, Bildern etc.  ist da nicht mehr möglich. 

Ein gut gepackter Fluchtrucksack ist hier Gold wert !

Was gehört alles in einen minimalistischen Fluchtrucksack: 

  • Kleidung
  •  Wasseraufbereitung + Lagerung (Flasche)
  •  Powerbank
  •  Kopflampe
  •  USB Stick mit Dokumenten
  • Notfallradio UKW mit Batterie und USB Versorgung
  • Geld 
  • Orts bzw. Landeskarte in Papierform
  • 1. Hilfe Set
  • Multitool
  • Gewebeklebeband
  • Energy Rigel / Komprimat Nahrung

Tipps zum packen: 

  • Das wichtigste oben, alles verpackt in flexiblen Beuteln sogenannte "mesh bags". 
  • Eine Daumenregel ist der Rucksack sollte für kurzzeitiges Tragen nicht mehr als 20% des Körpergewichtes betragen für längere Märsche nicht mehr als maximal 15%